Löwe, Affe & Co.

Auf Safari mit Teddy-Hermann

29. September, 2011 - Kategorie: Aktuell, Antik & Auktion
Löwe, Affe & Co.

Heute sind Nachbildungen exotischer Tiere in Plüsch und Mohair vollkommen normal und sehr häufig zu finden. Anfang des 20. Jahrhunderts hingegen gab es sie so gut wie gar nicht. In den Katalogen von Teddy-Hermann aus dieser Zeit werden lediglich ein Bär auf allen Vieren sowie ein Papagei auf einer Stange präsentiert.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Traditionsunternehmen aus Hirschaid auch andere Wildtiere in sein Programm auf. Auslöser waren Spielfilme im Kino und das Fernsehen, das Fernweh sowie die Lust an Reisen und Abenteuern weckte. Exotische Plüschtiere aller Art waren gefragt. Löwen und Tigern kam darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu: Mit ihnen schmückte man zu dieser Zeit gerne die Hutablagen von Autos oder die Rückenlehnen von Sofas.

Raubtiere

Im Katalog von 1951 waren drei Arten von Großkatzen vertreten: Löwe, Tiger und Leopard. Bei der Serie 500 handelte es sich um einen liegenden Mähnenlöwen aus Mohairplüsch. Er war mit Wolle gefüllt und mit Druckstimme ausgestattet. Er wurde in vier Größen angeboten. Eine Löwin, ebenfalls aus Mohairplüsch gefertigt, trug die Artikel­nummer 501/85. Es gab sie nur in der Größe 80 x 36 Zentimeter. Bei der Nummer 490 handelte es sich um einen liegenden Tiger, von dem es drei Größenvarianten gab. Zudem fand sich im 1951er-Katalog noch ein liegender Leopard mit der Seriennummer 495. Dieser war wie der Tiger in drei Größenvarianten zu bekommen. Einen Teil dieser Tiere bot Teddy-Hermann auch noch in den Katalogen an, die Mitte der 1960er-Jahre gedruckt wurden.

Neben den liegenden gab es auch stehende Raubkatzen: Den männlichen Löwen mit Mähne, Seriennummer 444, fertigte das Hirschaider Unternehmen in drei Größen: 444/25, 444/30 und 444/40. Der Tiger (445) war in zwei Größen zu haben: 445/25 und 445/30. Die kleinsten Versionen der beiden Serien 444/25 und 445/25 gab es auch noch um 1970 im Katalog, ebenso die Seriennummer 490: der liegende Tiger, in den Größen 490/22, 490/28 und 490/36.

Rüsseltiere

Auch Elefanten gehörten zum Sortiment von Teddy-Hermann. Im Katalogmaterial der 1960er-Jahre waren verschiedene Versionen zu finden . Es handelte sich um die Tiere mit den Artikelnummern 310 und 311. Artikelserie 310 war aus Mohairplüsch gearbeitet und mit einer roten Filzdecke versehen. Es gab mehrere Größen: zum Beispiel 310/12 in 13 x 10 Zentimeter. Die nächstgrößere Nummer 310/15 wurde auch unter der Bezeichnung 310/15 F als Fahrtier auf Rädern angeboten, wie auch die Artikel 310/18 und 310/22. Der Elefant (Nummer 310/80) war als Reittier ausgelegt.

Primaten

Affen erfreuten sich seit ihrer Markteinführung bei Kindern großer Beliebtheit. Besonders begehrt waren Schimpansen mit ihrem drolligen, beinahe menschlichen Verhalten. Diese wurden in den älteren Teddy-Hermann-Katalogen unter dem Oberbegriff Affe zusammengefasst. Schimpansen gab es in den Größen 210/18, 210/24, 210/30, 210/38, 210/50, 210/58 und 210/65. Diese Vielfalt spricht für sich und so verwundert es nicht, dass diese Affenart auch als Rädertier auf den Markt kam. Im Katalog trug diese Variante die Seriennummer 250/1. Dieses Modell verfügte über einen weißen Haarkranz, der das Gesicht umrahmte. Ende der 1970er-Jahre erweiterten zwei Schimpansen aus Acrylplüsch – die in der gleichnamigen Kategorie geführt wurden – das Sortiment. Sie trugen die Seriennummer 216/50 und 216/75. Die Primaten der Serie 218 und 230 führte Teddy-Hermann weiterhin ohne Unterscheidung unter der Rubrik Affen. Die Version 218 gab es in drei Varianten, die allesamt aus Nerzplüsch gearbeitet waren. Der Schimpanse mit der Nummer 230/20 bestand hingegen aus Lamaplüsch.

Exotenschau

Recherche in alten Katalogen kann interessante Ergebnisse zu Tage fördern. In diesem Fall wird deutlich, dass mit der Verbreitung der Medien Fernsehen und Kino nach dem Zweiten Weltkrieg das Interesse an exotischen Tieren anstieg. Dies wird an der stetigen Erweiterung des Sortiments von Teddy-Hermann deutlich.

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