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	<title>TEDDYS kreativ</title>
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	<description>Teddys sammeln und gestalten.</description>
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		<title>Waldbären - Grüne Petze von Simone Maschmann</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Teddy- und Plüschtierwelten]]></category>

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		<description><![CDATA[Simone Maschmann ist noch ein relativ neues Gesicht in der Teddyszene. Ihren Einstand feierte die talentierte Künstlerin im Jahr 2010 auf der TEDDYBÄR TOTAL. Dort begeisterte sie die anderen Aussteller sowie das Publikum auf Anhieb mit ihren ausgefallenen Bärenkreationen, die in einem detailliert ausgearbeiteten Miniaturwald...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simone Maschmann ist noch ein relativ neues Gesicht in der Teddyszene. Ihren Einstand feierte die talentierte Künstlerin im Jahr 2010 auf der TEDDYBÄR TOTAL. Dort begeisterte sie die anderen Aussteller sowie das Publikum auf Anhieb mit ihren ausgefallenen Bärenkreationen, die in einem detailliert ausgearbeiteten Miniaturwald präsentiert werden.<span id="more-33"></span></p>
<p>Waldbären heißen die Teddys, die in Simone Maschmanns Atelier entstehen. Ihre augenfälligste Besonderheit: sie sind allesamt grün. Die Künstlerin hat um ihre Geschöpfe eine eigene kleine Geschichte entwickelt. So handelt es sich nach eigener Aussage bei ihren Bären um eine scheue Gattung, die tief in den Wäldern von Varlandia lebt. Dieser Ort befindet sich an den Ausläufern des Weserberglands. Es existieren fünf Untergruppen, die jeweils über andere Wesenszüge und Aufgaben verfügen. Unterschieden werden die Strauch-, Stauden-, Wichtel- und Baumbären sowie die Waldhüter.</p>
<p><strong>Exklusiv</strong></p>
<p>Für ihre Waldbären hat Simone Maschmann, deren Unternehmen den lateinischen Namen Ursa Minor, zu Deutsch „Kleine Bärin“ trägt, eigens einen speziellen Mohairstoff von Steiff-Schulte herstellen lassen. „Es sollte ein angenehmer, möglichst natürlich wirkender Grünton sein, den ich im Fachhandel nicht finden konnte.“ </p>
<p>Das Thema Wald und Natur kommt nicht von ungefähr: Simone Maschmann ist ebenso wie ihr Ehemann im Hauptberuf Gärtner. Die beiden sind zudem leidenschaftliche Tierfreunde und leben auf einem großen, naturbelassenen Anwesen mit einigen Haus- und etlichen Wildtieren, die in einem Gehege auf dem eigenen Waldstück ein neues Zuhause gefunden haben. In die Waldbären-Kollektion ist also sehr viel Persönliches eingeflossen. Die Bärenmacherin ist überzeugt, dass das bei Teddy­künstlern weit mehr als bei anderen Kunstschaffenden der Fall ist. </p>
<p>„Teddybären sind ein Teil des Lebens vieler Menschen. Kaum jemand, der nicht  in irgendeiner Form bereits in der Kindheit damit in Berührung gekommen ist. Sie werden mit Wärme und Geborgenheit verbunden, sie können Seelentröster, Freund, Gefährte und Talisman sein. Die eigenen Assoziationen und Erinnerungen fließen in die spätere Arbeit eines Teddymachers zwangsläufig mit ein.“</p>
<p><strong>Hindernislauf</strong></p>
<p>Wie die meisten ihrer Kollegen aus der Künstlerbärenszene gehörten auch für Simone Maschmann Handarbeiten stets zum Alltag. Sie ist geschickt im Umgang mit Nadel und Faden. Zudem hatte sie schon immer ein Faible fürs Dekorieren. Bereits in jungen Jahren sammelte sie verschiedene Petze und häkelte beziehungsweise strickte Kleidung und Accessoires. Irgendwann geriet das Thema Teddy jedoch ein wenig in den Hintergrund: „Ich dachte, ich sei nun langsam zu alt für solche Spielereien“, schmunzelt die Künstlerin. Doch der Zufall wollte es, dass sie durch die Bekanntschaft mit einer begeisterten Teddysammlerin eines Besseren belehrt wurde. Diese berichtete von den Geheimnissen der Teddywelt, vom vielzitierten Bärenfieber, von Fachmessen, Zeitschriften und den vielen Gleichgesinnten. „Das war komplett neu für mich. Ich hatte von alledem überhaupt keine Ahnung.“</p>
<p>Das Interesse am Kuscheltier war geweckt. Im Jahr 2004 besuchte Simone Maschmann die TEDDYBÄR TOTAL in Münster, kaufte eine Bastelpackung und fuhr hochmotiviert nach Hause. Sie war voller Vorfreude darauf, in Kürze den ersten selbstgefertigten Teddy in Händen halten zu können. „Es war damals sicher nicht mein schönster Teddy in der Sammlung, aber eben der erste selbstgenähte. Das war für mich der Startschuss. Ich wollte weitermachen.“</p>
<p>Die Grundlagen des Teddynähens zu erlernen, war für die handwerklich und gestalterisch geschickte Westfälin kein Problem. In ihrer Anfangszeit nähte sie hauptsächlich nach Schnitten aus diversen Fachzeitschriften. „Irgendwann merkte ich, dass es so einige Kniffe, Tricks und Feinheiten geben musste, die ich noch nicht kannte. Meine nachgenähten Petze waren zwar nicht schlecht, aber es fehlte der letzte Pfiff.“ Simone Maschmann war davon überzeugt, dass sie sich theoretisches Detailwissen und handwerkliche Fachkenntnisse aneignen sollte, um weiterhin Spaß am Hobby zu haben. Also besuchte sie unter anderem einen Kurs bei Hanne Leder, einer erfahrenen Bärenmacherin und Inhaberin des gleichnamigen Fachgeschäfts in Reiskirchen. „Dort habe ich viel gelernt, mein Wissen und nähtechnisches Knowhow ergänzt. Es gelang mir bald darauf, eigene Schnitte zu entwickeln und einen ganz persönlichen Stil herauszubilden.“ </p>
<p><strong>Waldbären mit Stern</strong></p>
<p>Kurze Zeit später entstand ihre erste eigene Kollektion. „Ich bin sehr glücklich, dass es mir gelungen ist, schnell eigene Charakterbären zu gestalten und einen individuellen Stil zu prägen“, sagt Simone Maschmann. Dazu gehört, neben der Verwendung hochwertiger Materialien, auch die Fähigkeit, einem Teddy einen spezifischen Charakter zu verleihen. „Meine Waldbären sind ein sehr vorsichtiges, aber ebenso neugieriges Völkchen, wie man ihrem Gesichtsausdruck deutlich entnehmen kann. Die passenden Accessoires unterstreichen ihren Charakter zusätzlich und sind mir daher sehr wichtig. Ich lege großen Wert darauf, dass alles farblich zusammenpasst und harmonisch perfekt aufeinander abgestimmt ist“, erklärt die Teddymacherin. </p>
<p>Ebenso wie die Bären entstehen auch Dekoration und Zubehör ausschließlich in Handarbeit. Zur leichteren Erkennbarkeit tragen alle Petze, die zur Ursa Minor-Familie gehören, einen gestickten Stern auf der Fußsohle. Somit sind Simone Maschmanns Waldbären echte „Stars“ der Teddyszene. </p>
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		<title>Broschen-Bärchen - Bezauberndes Kleidungsstück</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Downloads]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativ]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nimm mich mit“, scheint die Bärendame en miniature mit der Anstecknadel zu sagen. Nikki möchte die Welt erkunden, gleichzeitig aber auch im Mittelpunkt stehen. Diesem Wunsch kann leicht entsprochen werden, schließlich handelt es sich bei dem Bärchen um eine Brosche, die jedes Outfit perfekt ergänzt....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Nimm mich mit“, scheint die Bärendame en miniature mit der Anstecknadel zu sagen. Nikki möchte die Welt erkunden, gleichzeitig aber auch im Mittelpunkt stehen. Diesem Wunsch kann leicht entsprochen werden, schließlich handelt es sich bei dem Bärchen um eine Brosche, die jedes Outfit perfekt ergänzt. Zugleich ist der Miniteddy eine echte handwerkliche Herausforderung.<span id="more-31"></span></p>
<p>Die Schnittteile mit allen Markierungen auf dicke Plastikfolie übertragen und ausschneiden. Teile mit einem Stoffstift auf den Stoffrücken übertragen. Alle Teile beinhalten 1,5 mm Nahtzugabe. Die Stoffkanten mit Fransenstopp bestreichen und trocknen lassen. Teile lassen sich mit einer Arterienklemme oder Pinzette wenden.</p>
<p><strong>Nähanleitung</strong></p>
<p>Kopf: Die Kopfteile rechts auf rechts legen. Dann die vordere Kopfnaht von A nach C schließen. Im Anschluss den Hinterkopf von A nach D schließen. Die Kopfseitenteile und den Hinterkopf jeweils von A nach B zusammennähen.</p>
<p>Ohren: Je zwei Ohren rechts auf rechts legen und die Rundung nähen. Danach die Teile wenden und die Öffnung schließen.</p>
<p>Körper: Brustteil von A nach B an das jeweilige Körperteil nähen. Sämtliche Teile rechts auf rechts legen und rundherum bis auf die Rückenöffnung und eine winzige Halsöffnung schließen. Danach Markierungspunkte mit einer Stopfnadel durchstechen.</p>
<p>Gliedmaßen: Sowohl bei den Armen als auch den Beinen je zwei Teile rechts auf rechts legen und rundum bis auf die Öffnung schließen. Dann die Markierungspunkte mit einer Stopfnadel durchstechen.</p>
<p><strong>Fertigstellung</strong></p>
<p>Beine und Arme: Die Gliedmaßen jeweils bis zur Hälfte mit Granulat füllen. Gelenk einsetzen und die Teile mit Sägemehl auffüllen. Im Anschluss daran, die Öffnungen schließen. </p>
<p>Kopf: Das Haupt des Bärchens mit Sägemehl füllen und das Gelenk einsetzen. Dazu einen Splint aufbiegen und im runden Kopf des zweiten Splints verhaken. Splint wieder zusammenbiegen. Die Halsscheibe auf einen Splint aufziehen und die Splintenden aufdrehen. Die Gelenkscheibe in den Hals einlegen, Halsöffnung um den Splint herum schließen. Augen einziehen und Nase sticken. Die Ohren mit Stecknadeln am Kopf anstecken, geraden Sitz überprüfen und annähen.</p>
<p>Körper: Den locker hängenden Kopfsplint in den Körper schieben, Gelenkscheibe aufziehen und Splintenden aufbiegen. Der Kopf sollte locker wackeln und dem Bären so einen leicht hilflosen Ausdruck geben. Danach die Arme und Beine an den Körper montieren. Die Rückenöffnung bis zur Hälfte schließen. Die Revers-Nadel im Rücken durch die schon geschlossene Naht nach außen stecken und eventuell mit einem Tropfen Kleber befestigen. Den Körper mit Granulat und Sägemehl füllen. Stopföffnung schließen.</p>
<p>Gesicht: Die Erklärung, wie die Augenlider gefertigt werden und die Gesichtsfärbung zustandekommt, gibt es im Praxis-Tipp in dieser Ausgabe von TEDDYS kreativ. Dieser befindet sich auf Seite 66.  </p>
<p><strong>Material</strong></p>
<p>14 x 10 cm antiker Viskoseplüsch (Rayon)<br />
Reststück antiker Viskoseplüsch, weiß<br />
1 Paar Glasaugen, 3 mm<br />
4 x 6 mm Gelenkscheiben<br />
4 x 4 mm Gelenkscheiben<br />
1 x 8 mm Gelenkscheibe<br />
1 x 5 mm Gelenkscheibe<br />
6 Mini-Splinte<br />
Sägemehl<br />
Edelstahlgranulat<br />
Nasengarn<br />
Hutgummi<br />
Bienenwachs<br />
Stoffstift<br />
Ölfarbe<br />
Kleber<br />
Revers-Anstecker mit Schmetterlingsverschluss<br />
Fransenstopp</p>
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		<title>Bäriges Russland - ART of DOLL in der Moskauer Manege</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Teddybärenszene in Russland erlebt zurzeit einen regelrechten Boom. Dies zeigte sich auf der ART of DOLL 2011 in Moskau ganz deutlich. Die Großveranstaltung fand in der Manege, im Zentrum der russischen Metropole statt. In dem direkt am Roten Platz gelegenen Gebäude von 1817 präsentierten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Teddybärenszene in Russland erlebt zurzeit einen regelrechten Boom. Dies zeigte sich auf der ART of DOLL 2011 in Moskau ganz deutlich. Die Großveranstaltung fand in der Manege, im Zentrum der russischen Metropole statt. In dem direkt am Roten Platz gelegenen Gebäude von 1817 präsentierten internationale Teddymacher ihre Kunstwerke.<span id="more-29"></span></p>
<p>In diesem Herbst zog es viele Besucher aus aller Welt in die russische Hauptstadt, um sich bei der ART of DOLL einen Überblick über die aktuellen Trends der Teddyszene zu verschaffen. Das luxuriöse Ambiente der Manege, einem Gebäudekomplex mit einer Ausstellungsfläche von 5.600 Quadratmeter, sorgte für den passenden Rahmen dieser Luxusschau. Aus insgesamt 26 Ländern waren Bären- sowie Puppenkünstler angereist, um ihre Neuheiten zu präsentieren. Das Zusammenspiel verschiedener Genres ist es, was den unverwechselbaren Charakter des Events ausmacht. Denn wo sonst kann man nebeneinander Puppen, Ölge­mälde sowie klassische und ausgefallene Teddybären bestaunen?</p>
<p><strong>Zusammenspiel</strong></p>
<p>Die ART of DOLL hatte neben der eigentlichen Messe noch einiges Mehr zu bieten. So rundeten die traditionelle Charity-Aktion sowie die Vergabe der begehrten Pandora-Awards das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm ab. Der Preis ist nach der gleichnamigen griechischen Sagengestalt benannt, deren Name übersetzt „die Allbegabte“ bedeutet. Geehrt werden neben den Einreichungen vor allem das Engagement der jeweiligen Künstler um die Verbreitung der Puppen- und Bärenkunst. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind Elena Yazykova Castillo und Chieko Hazeki.</p>
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		<title>Bären unter der Lupe - Nimrods – Bärige Jagdgesellschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Antik & Auktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekleidete Teddybären von Steiff gehören zu den beliebtesten Sammlerobjekten überhaupt. So auch die als Jäger ausgeführten Nimrod-Bären. Deren Name ist biblischen Ursprungs. Ein Urenkel Noahs, der Nimrod hieß, wurde als „gewaltiger Jäger vor dem Herrn“ charakterisiert.
Mit dem Begriff Nimrod wird heutzutage vor allem der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekleidete Teddybären von Steiff gehören zu den beliebtesten Sammlerobjekten überhaupt. So auch die als Jäger ausgeführten Nimrod-Bären. Deren Name ist biblischen Ursprungs. Ein Urenkel Noahs, der Nimrod hieß, wurde als „gewaltiger Jäger vor dem Herrn“ charakterisiert.<span id="more-26"></span></p>
<p>Mit dem Begriff Nimrod wird heutzutage vor allem der nordamerikanische Jäger in Verbindung gebracht. Auch Theodore Roosevelt, der ehemaliger US-Präsident und Namensgeber des Teddybären, wird in seiner typischen Jagdkleidung als solcher tituliert. Zu seinen Ehren stellte Steiff eine Gruppe Teddybären in Jägerkleidung her – angelehnt an die weit verbreitete Geschichte einer Hochzeit im Hause Roosevelt, zu deren Anlass Teddys in Jägerkleidung als Tischdekoration gedient haben sollen. Es ist zwar belegt, dass diese Hochzeit im Jahr 1906 stattgefunden hat. Jedoch gibt es keine Dokumente die bestätigen, dass tatsächlich Bären die Tische schmückten. </p>
<p><strong>Geschicktes Marketing </strong></p>
<p>Möglicherweise handelt es sich bei der ganzen Geschichte um einen geschickten Werbegag des Giengener Unternehmens Steiff. Diese Geschichte würde damit auf den Erfindungsreichtum des Werbestrategen Karl Vallendor zurückgehen, der unter anderem die Jubiläumschroniken von 1930 und 1955 verfasst hat. Im Jahrbuch von 1930, das zum 50-Jährigen Bestehen von Steiff erschien, ist von einer Hochzeit mit entsprechender Dekoration noch nicht die Rede. Hier heißt es wörtlich: „Nun war aber gerade die Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt, der ein leidenschaftlicher Bärenjäger war. Als nun die ersten Muster des neuen Bären nach Amerika kamen, nahmen die Amerikaner den drolligen Gesellen als nationales Symbol für die glücklichen Jagden ihres Präsidenten und nannten ihn Teddybär.“ </p>
<p>In der Chronik von 1955 heißt es hingegen: „Der damalige Präsident der USA, Theodore Roosevelt, wurde im Volksmund Teddy – die Kurzform von Theodore – genannt. Er war als großer Bärenjäger bekannt. Anlässlich einer Hochzeitsfeier fanden die kurz vorher aus Giengen eingetroffenen Plüschbären als Tafeldekoration Verwendung. Da der Präsident und die anderen Gäste über diese kuriose Symbolik höchst begeistert waren und die Presse den Vorfall aufgriff, hatte der kleine Plüschbär von da an seinen Namen gefunden.“ Bereits zwei Jahre vor dem Erscheinen dieser Schrift stellte Steiff die Nimrod-Bären in ihrem Neuheitenkatalog von 1953 vor. In diesem ist die Geschichte um die angebliche Hochzeit ebenfalls erwähnt, hier sogar mit direkter Aussage zu der Art der als Dekoration verwendeten Bären: „Nimrod Teddy, gegliedert, Mohair. In Jägerkleidung mit Gewehr &#8230; Solche Gruppen standen auf der Hochzeitstafel im Hause Roosevelt, wobei der Teddybär seinen Namen erhielt (Theodore = Teddy).“</p>
<p><strong>Feststimmung</strong></p>
<p>Die Nimrods erschienen 1953, zeitgleich mit dem Steiff-Jubiläumsbären Jackie. Zu diesem Zeitpunkt galt das Jahr 1903 noch als Entstehungsjahr des Teddybären. Heute weiß man, dass Richard Steiff bereits ein Jahr zuvor den gegliederten Teddybären entwickelt hatte. Um die bisherige Geschichte der Firma Steiff nicht ändern zu müssen, wurde das Jahr 1903 als erstes Verkaufsjahr des Teddybären bezeichnet. Zugleich ist es auch das erste Jahr, in dem der Petz auf einer Messe vorgestellt wurde.</p>
<p>Ursprünglich gab es die Nimrod-Bären in vier verschiedenen Bekleidungsvarianten: drei Jäger und einen Angler. Auf frühen Werbeabbildungen tragen diese Petze noch Kleider aus Leder, jedoch wurden sie in der endgültigen Version mit Filzbekleidung hergestellt. Es gab sie zunächst nur in einer Größe, die in den Katalogen der Jahre 1953 und 1954 als Artikel 5322N, also mit 22 Zentimeter Stehgröße bezeichnet wurde.</p>
<p><strong>Sonderausführungen</strong></p>
<p>In den vergangenen Jahren kamen im Rahmen der Auktionen zum Steiff-Festival von Steiff-Experte Günther Pfeiffer zwei größere Modelle unter den Hammer: ein Nimrod war 50 Zentimeter groß und ein zweiter sogar 65 Zentimeter. Diese großen Petze finden sich in keinem der bekannten Steiff-Kataloge. Sie wurden sehr wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich 1958 hergestellt, als zu Ehren Theodore Roosevelts ein großer Festumzug, genannt Teddy-Festival, in Giengen stattfand. </p>
<p>Eine zu diesem Anlass herausgegebene Werbebroschüre von Steiff zeigt auf dem Titelbild eine Gruppe großer Nimrod-Bären, dazu eine fast lebensgroß wirkende Steiff-Figur, die Roosevelt auf einem Pferd sitzend darstellt. Zusätzlich wurde in diesem Jahr ein Faltblatt mit dem Titel „Wie Theodore (Teddy) Roosevelt dem Teddy seinen Namen gab“, ausgegeben. Auch in diesen Werbebroschüren wird noch einmal ausführlich die Geschichte um die Namensgebung erwähnt, hier sogar mit dem Namen der glücklichen Braut: „Theodore Roosevelt ist also der Namenspatron des Teddybären. Die Namensgebung erfolgte im Weißen Haus bei einer Hochzeitsfeier, welche für Alice, die Tochter des Präsidenten, im Jahre 1906 stattfand.“ Alice Roosevelt hat in diesem Jahr tatsächlich geheiratet. Ihr Ehemann wurde der Kongressabgeordnete Nicholas Longworth. Über die Anwesenheit von Teddybären bei dieser Hochzeit gibt es dennoch keine Belege. Dass der amerikanische Präsident Roosevelt der Namensgeber des Teddybären ist, gilt dagegen als unbestrittene Tatsache. </p>
<p><strong>Identifikationshilfen</strong></p>
<p>Ein Gutes hat der Erfindungsreichtum der Werbeverantwortlichen von Steiff auf alle Fälle: Er beschert den Sammlern eine Reihe sehr seltener bekleideter Teddybären, die in unbespieltem Erhaltungszustand nur sehr schwer zu finden sind. Insgesamt wurden 1953 und 1954 weniger als 4.500 der 22 Zentimeter großen Bären in allen Bekleidungsausführungen hergestellt. Wie viele große Nimrods produziert worden sind, ist leider nicht bekannt. Vermutlich waren es aber nur wenige Exemplare, die anlässlich des Teddy-Festivals im Jahr 1958 als Werbedekoration benötigt wurden.</p>
<p>Obwohl die Nimrods sehr selten sind, gehören sie nicht zu den teuersten Teddybären der Nachkriegszeit. Nur komplett erhaltene Stücke erzielen einigermaßen hohe Preise. Und dann aber auch nur, wenn sie eine lesbare Ohrfahne tragen. Da die Artikelnummer der originalen Nimrod-Bären ein „N“ für Nimrod trägt, ist diese Ohrfahne zweifelsfrei zuzuordnen: die Nummer 5322N wurde für kein weiteres Steiff-Produkt ausgegeben. Vermutlich sind die Sammler hier sehr vorsichtig, da schon im Jahr 1983 eine limitierte Version der Nimrod-Bären angeboten wurde, die den Originalen sehr ähnlich ist. Drei der ursprünglich vier Bären wurden in einem sehr schönen Display-Karton als limitierte Auflage verkauft. Diese Sammler-Replik wird immer wieder als reiner USA-Artikel bezeichnet, kam aber auch in den deutschen Handel. Heute werden diese Bären-Repliken nicht selten einzeln und ohne Knopf und Fahne angeboten. Damit sind sie – vor allem auf Bildern in Internetauktionen – nur schwer von den Originalen zu unterscheiden.</p>
<p>Ein kleiner Tipp: alle bisher bekannten Originale der alten Nimrod-Serie tragen unter dem rechten Arm die zu der Zeit bis 1954 übliche US-Zonenfahne mit der Aufschrift „Made in US-Zone Germany“. Sollte also jemand einmal einen solchen Petz in die Hand bekommen und sich aufgrund fehlender Steiff-Warenzeichen nicht ganz sicher sein, ob es sich um ein originales Stück aus der Zeit 1953/54 handelt, so kann ein Blick unter den rechten Arm hilfreich bei der Identifizierung sein.</p>
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		<title>Ausgabe 01/12</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 06:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[06 Die Rastlose &#8211; Gabriele Lepahés Bärenwelt
24 Doppeldeutig &#8211; Originelles aus Plüsch von Anna Wischin
56 Knopfaugen &#8211; Ananas-Bären von Chantal Welter
78 Waldbären &#8211; Grüne Petze von Simone Maschmann


16 Bären unter der Lupe &#8211; Nimrods – Bärige Jagdgesellschaft
20 Auktionen zum...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--TEDDY- UND PLÜSCHTIERWELTEN START--><br />
<span>06</span> Die Rastlose &#8211; Gabriele Lepahés Bärenwelt<br />
<span>24</span> Doppeldeutig &#8211; Originelles aus Plüsch von Anna Wischin<br />
<span>56</span> Knopfaugen &#8211; Ananas-Bären von Chantal Welter<br />
<span>78</span> Waldbären &#8211; Grüne Petze von Simone Maschmann<br />
<!--TEDDY- UND PLÜSCHTIERWELTEN END--></p>
<p><!--ANTIK &#038; AUKTION START--><br />
<span>16</span> Bären unter der Lupe &#8211; Nimrods – Bärige Jagdgesellschaft<br />
<span>20</span> Auktionen zum Jahresende &#8211; Ergebnisse und Ausblicke<br />
<span>28</span> Wer bin ich? &#8211; Daniel Hentschel gibt Auskunft über einige Bären der TEDDYS kreativ-Leser<br />
<!--ANTIK &#038; AUKTION END--></p>
<p><!--KREATIV START--><br />
<span>66</span> Praxis-Tipp &#8211; Gesichtskosmetik – Der perfekte Ausdruck<br />
<span>68</span> Draußen zuhause &#8211; Bärenjunge mit Erkundungsdrang<br />
<span>70</span> Broschen-Bärchen &#8211; Bezauberndes Kleidungsstück<br />
<span>72</span> Pelzwechsel &#8211; Brüder mit Frisurenvielfalt<br />
<span>74</span> Spielbär &#8211; Ein wahrer Wirbelwind<br />
<span>76</span> Wichtelbär &#8211; Hilfsbereiter Weihnachtspetz<br />
<!--KREATIV END--></p>
<p><!--SZENE START--><br />
<span>10</span> Gewinnspiel &#8211; Künstlerbär Tino von Antje Grote<br />
<span>34</span> Alle relevanten Termine<br />
<span>38</span> Bäriges  &#8211; Alle Informationen aus der Teddy-Szene<br />
<span>44</span> Max – Der Reisebär – Unter weißen Segeln<br />
<span>48</span> Bäriges Russland &#8211; ART of DOLL in der Moskauer Manege<br />
<span>54</span> Mega-Meeting &#8211; Ahoy in Rotterdam<br />
<span>58</span> Zwischenschrey &#8211; Karin Schrey verabschiedet sich<br />
<span>60</span> Im Zeichen des George &#8211; TEDDYBÄR TOTAL 2012 in Münster<br />
<span>64</span> Oranje-Style &#8211; Teddykultur aus dem Land der Tulpen<br />
<!--SZENE END--></p>
<p><!--STANDARDS START--><br />
<span>03</span> Bäritorial<br />
<span>12</span> Bärige Neuheiten<br />
<span>36</span> TEDDYS kreativ-Shop<br />
<span>50</span> Fachhändler<br />
<span>52</span> Ihr Kontakt zu TEDDYS kreativ<br />
<span>53</span> Kleinanzeigen<br />
<span>82</span> Vorschau/Impressum<br />
<!--STANDARDS END--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausgabe 06/11</title>
		<link>http://teddys-kreativ.de/ausgabe/ausgabe-0612/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://teddys-kreativ.de/?p=35</guid>
		<description><![CDATA[06 Der Spielzeugmacher &#8211; Die bunte Welt des Kelly Dean
32 Dynamisches Duo &#8211; Dynamisches Duo
76 Realismus in XXS &#8211; Der Naturalismus von Jutta Michels


16 Bären unter der Lupe &#8211; Nimrods – Petzi, ein junggebliebener Held
28 Löwe, Affe &#038; Co. &#8211;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--TEDDY- UND PLÜSCHTIERWELTEN START--><br />
<span>06</span> Der Spielzeugmacher &#8211; Die bunte Welt des Kelly Dean<br />
<span>32</span> Dynamisches Duo &#8211; Dynamisches Duo<br />
<span>76</span> Realismus in XXS &#8211; Der Naturalismus von Jutta Michels<br />
<!--TEDDY- UND PLÜSCHTIERWELTEN END--></p>
<p><!--ANTIK &#038; AUKTION START--><br />
<span>16</span> Bären unter der Lupe &#8211; Nimrods – Petzi, ein junggebliebener Held<br />
<span>28</span> Löwe, Affe &#038; Co. &#8211; Auf Safari mit Teddy-Hermann<br />
<span>30</span> Herbstauktionen &#8211; Ausblicke auf die wichtigsten Events<br />
<span>54</span> Wer bin ich? &#8211; Wir erklären, wie alt Ihr Teddy ist<br />
<!--ANTIK &#038; AUKTION END--></p>
<p><!--KREATIV START--><br />
<span>68</span> Auf Zeitreise &#8211; Ein nostalgischer Traum<br />
<span>70</span> Knuddel mich &#8211; Schnitt für ein Bärenmädchen<br />
<span>72</span> Bellissima &#8211; Bärchen mit Röschen<br />
<span>74</span> Schneeflöckchen &#8211; Kuschelgeselle mit Herz<br />
<!--KREATIV END--></p>
<p><!--SZENE START--><br />
<span>20</span> Das große TEDDYS kreativ-Gewinnspiel<br />
<span>38</span> Bäriges &#8211; Alle Informationen aus der Teddy-Szene<br />
<span>44</span> Zwischen Mythos und Moderne &#8211; Im Gespräch mit Katja Thoma von Steiff<br />
<span>47</span> Alle relevanten Termine<br />
<span>48</span> Nähstube &#8211; Alles für den Teddymacher<br />
<span>59</span> Zwischenschrey &#8211; Karin Schrey schwelgt in Erinnerungen<br />
<span>60</span> Total global &#8211; TEDDYBÄR TOTAL 2012<br />
<span>64</span> Der russische Bär &#8211; Teddykultur im Riesenreich<br />
<span>66</span> Medwed Days &#8211; Teddy-Festival im russischen Perm<br />
<!--SZENE END--></p>
<p><!--STANDARDS START--><br />
<span>03</span> Bäritorial<br />
<span>12</span> Bärige Neuheiten<br />
<span>36</span> TEDDYS kreativ-Shop<br />
<span>50</span> Fachhändler<br />
<span>52</span> Ihr Kontakt zu TEDDYS kreativ<br />
<span>53</span> Kleinanzeigen<br />
<span>82</span> Vorschau/Impressum<br />
<!--STANDARDS END--></p>
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		<title>Realismus in XXS - Der Naturalismus von Jutta Michels</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy- und Plüschtierwelten]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrem Atelier entstehen neben gekonnt gefertigten Bären und Hasen auch lebensechte Nachbildungen von anderen Wildtieren, die durch ihre hohe Detailtreue sowie ausgefallene Accessoires bestechen. Die in Gerolstein lebende Künstlerin Jutta Michels konnte mit ihre kleinen Kreationen neben Teddyfans weltweit bereits Juroren auf unterschiedlichen nationalen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrem Atelier entstehen neben gekonnt gefertigten Bären und Hasen auch lebensechte Nachbildungen von anderen Wildtieren, die durch ihre hohe Detailtreue sowie ausgefallene Accessoires bestechen. Die in Gerolstein lebende Künstlerin Jutta Michels konnte mit ihre kleinen Kreationen neben Teddyfans weltweit bereits Juroren auf unterschiedlichen nationalen und internationalen Wettbewerben überzeugen.<span id="more-46"></span></p>
<p>Die engagierte Künstlerin begann 1996 mit dem Fertigen von Teddys. Auslöser war der Besuch eines Volkshochschulkurses, in dem sie die Grundlagen des Bärenmachens erlernte. Dies war jedoch nicht ihr erster Kontakt mit der Welt der Kunst. Vielmehr begünstigten es diverse Vorkenntnisse, dieses Handwerk für sich zu entdecken.</p>
<p><strong>Prägung und Werdegang</strong></p>
<p>„Vor meinem ersten Kontakt mit den Bären hatte ich mich intensiv der Malerei gewidmet. Mein Schwerpunkt lag dabei auf der fotorealistische Darstellung von Tieren. Zusätzlich belegte ich 1990 einen Fernlehrgang im Fach ‚Karikatur- und Pressezeichnen‘, das ich mit einem Diplom abschloss. Von meiner Mutter, die Damenschneiderin war, hatte ich zudem schon früh die Grundlagen des Schneiderhandwerks erlernt.“ Im Bärenmachen erkannte Jutta Michels die Möglichkeit, alles bisher Erlernte zusammenzufügen – angefangen bei der Nähfertigkeit über die Zeichenkenntnisse bis hin zu ihrer scheinbar nie versiegenden Kreativität.</p>
<p>Aufgrund dieser umfangreichen Vorkenntnisse dauerte es nicht lange, bis Jutta Michels Teddys nicht nur nach fremden Schnittmustern, sondern auch nach eigenen Entwürfen fertigte. Den Bären folgten schon bald verschiedene Darstellungen von Hasen, worin der Unternehmensname „Mic Bären &#038; Hasen“ begründet liegt. Im Laufe ihrer künstlerischen Karriere gesellten sich zu diesen aber auch viele andere, detailreich gefertigte Tiere hinzu.</p>
<p>„Manchmal reizt mich die Herausforderung, ein Tier möglichst realistisch darzustellen. So zum Beispiel das Rentier Silvermoon“, erklärt Jutta Michels stolz. Das Sujet wurde 2011 sowohl mit einem GOLDEN GEORGE als auch mit einen „TOBY Industrie’s Choice Award“, einer Auszeichnung des amerikanischen Magazins Teddybear &#038; friends ausgezeichnet. </p>
<p><strong>Inspirationen</strong></p>
<p>Besonders anspruchsvoll gestaltet sich für Jutta Michels stets das Anfertigen ganzer Szenen mit mehreren, zum Teil ganz unterschiedlichen Tieren. Besondere Freude bereitet es der Künstlerin Szenerien zu entwerfen, in denen natürliche Fressfeinde wie Fuchs und Hase oder Katze und Maus friedlich koexistieren. Im Wesentlichen lässt sie sich von der Natur und den vielen possierlichen Geschöpfen inspirieren. Doch auch ein Märchen wie „Der gestiefelte Kater“ oder ein originelles Accessoire, wie der Parfumflacon für das Stinktier „Eau de Cologne“, können Auslöser für eine neue Schöpfung sein.</p>
<p>Puppen interessierten Jutta Michels noch nie. Selbst als kleines Mädchen hatte sie eine Affinität zu Plüschtieren. Sie gab ihr Taschengeld für neue Steifftiere aus. Mittlerweile ist aus dieser Passion ein Beruf geworden, der keine Zeit mehr lässt für ein weiteres Hobby. „Als Ausgleich zum vielen Sitzen in der Werkstatt versuche ich, etwas Sport zu treiben. Ansonsten macht das Entwerfen der Tiere so viel Freude, dass ich mich gar nicht entspannen will“, erklärt die sympathische Künstlerin fröhlich.</p>
<p><strong>Entwicklungen</strong></p>
<p>Fragt man Jutta Michels nach einem Erlebnis mit ihren Kreationen, das ihr ganz besonders in Erinnerung geblieben ist, lächelt die Künstlerin und beginnt zu erzählen. „Ich hatte für einen Kunden in England eine russische Troika mit mehreren Pferden entworfen, die vor einigen Jahren auf der TEDDYBÄR TOTAL vorgestellt wurde. Eine langjährige Kundin mit ihrer Mutter besuchte mich auf der Ausstellung und beide waren von den Pferden des Gespanns beeindruckt. Besonders der Apfelschimmel in der Mitte hatte es ihnen angetan. Einige Tage nach der Ausstellung rief mich die Tochter an und bestellte als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter einen Apfelschimmel mit Schlitten. Auf diesem sollte zusätzlich noch ein Bär sitzen. </p>
<p>Am darauffolgenden Tag meldete sich die Mutter bei mir und bestellte ebenfalls als Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter einen Apfelschimmel, der Satteltaschen tragen sollte. Die Gesichter der Beiden an Heiligabend hätte ich sehr gerne gesehen, als sie feststellten, dass sie sich gegenseitig ein Pferd geschenkt haben.“</p>
<p>Solche Erlebnisse animieren die Künstlerin sich stetig weiterzuentwickeln und an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. „Ich glaube in der Kunst kommt man nie an ein Ende. Selbst wenn einem ein Werk zunächst zufriedenstellend erscheint, findet sich meist doch wieder etwas, das man noch verbessern könnte“, so die Künstlerin. Sie hegt die Hoffnung, dass ihr dieser Antrieb nie verlorengeht. Die Teilnahme an Wettbewerben unterstützt diesen Ansporn zusätzlich, denn dort zeigt die internationale Konkurrenz, welche außergewöhnlichen Kunstwerke andere zu erschaffen in der Lage sind.</p>
<p>Besonderen Wert legt Jutta Michels auf die Ausarbeitung des Gesichtsausdrucks. „Wenn mich die Augen lebendig ansehen, ist der wichtigste Schritt geschafft“, erklärt die Künstlerin gutgelaunt. Der Entwurf jedes neuen Tiers ist eine Herausforderung, die die Arbeit interessant macht. Dabei helfen ihr die Vorkenntnisse aus der Malerei ungemein. „Ich muss das Gezeichnete nur noch in die dritte Dimension umsetzen“, meint die Kunstschaffende, als ob es das Selbstverständlichste auf der Welt sei.</p>
<p><strong>Schaffensprozess</strong></p>
<p>Jutta Michels arbeitet mit verschiedenen Werkstoffen, um ihre Teddys und Tiere perfekt in Szene zu setzen. Für die kleinsten Tiere kommen synthetische Stoffe wie Longpile oder Smokey Longpile zum Einsatz. Ansonsten bevorzugt die Künstlerin Mohair und Alpaka, je nachdem, was für ein Wesen entstehen soll. Accessoires spielen bei den szenischen Darstellungen natürlich eine große Rolle und manchmal geben sie einem Tier den ganz besonderen Pfiff. „Accessoires sollen aber immer nur ergänzend wirken und nie dominieren. Ich liebe es, auf den Internetseiten guter Miniaturenkünstler oder auf entsprechenden Messen originelle Stücke auszusuchen und zu verwenden.“</p>
<p>Neben dem traditionellen Nähen von Teddys ist das Nadelfilzen seit einiger Zeit ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Schaffens von Jutta Michels. „Ich verwende die Technik entweder in Kombination mit einem genähten Tier, um zum Beispiel einen bestimmten Gesichtsausdruck zu erzielen, oder als komplett gefilztes Sujet.“ Beim Nadelfilzen wird das Tier ohne Schnittvorlage aus Wolle aufmodelliert. Diese Technik ermöglicht Darstellungen, die beim Nähen nur durch sehr komplizierte Schnittführungen zu erreichen wären. Da es keine Nähte gibt, wirken die Tiere sehr natürlich. </p>
<p><strong>Zukunftsträchtig</strong></p>
<p>Der Künstlerin ist bewusst, dass sich die Teddy-Szene wie alle künstlerischen Bereiche weiterentwickelt. „Es ist sicher nicht mehr damit getan, den Teddy nur in Größe und Farbe abzuwandeln. Da hat selbst der treueste Sammler bald genug. Ideenreichtum ist gefragt. Außerdem hat sich die Szene ja auch für andere Tiere geöffnet, was meiner Arbeit sehr zugutekommt“, erklärt Jutta Michels. „Mancher Sammler kauft sich jetzt einen tierischen Freund für seinen Bären.“ Gerade heute, in unserer schnelllebigen und stressbehafteten Zeit, ist es wichtig, einen Gegenpol zu schaffen und der Seele etwas Gutes zu tun. Dafür lebt und arbeitet Jutta Michels.</p>
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		<title>Knuddel mich - Schnitt für ein Bärenmädchen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Downloads]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativ]]></category>

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		<description><![CDATA[Bärenmädchen Maya drückt ihren kleinen Teddy ganz fest an sich. Zwischen ihren Spielzeugen sitzend schaut sie den Betrachter gedankenverloren an und erweckt einen zerbrechlichen, leicht entrückten Eindruck. Sie kann vieles sein: Freundin, Weggefährtin oder Seelentrösterin. Auf jeden Fall ist sie eins: ein richtig niedlicher Petz....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bärenmädchen Maya drückt ihren kleinen Teddy ganz fest an sich. Zwischen ihren Spielzeugen sitzend schaut sie den Betrachter gedankenverloren an und erweckt einen zerbrechlichen, leicht entrückten Eindruck. Sie kann vieles sein: Freundin, Weggefährtin oder Seelentrösterin. Auf jeden Fall ist sie eins: ein richtig niedlicher Petz.<span id="more-44"></span></p>
<p>Die Teile des Schnitts auf Pappe übertragen. Hierbei gegengleiche Teile, sämtliche Markierungen sowie eine 5 Millimeter Nahtzugabe beachten. Den Stoff mit der linken Seite nach oben auf den Tisch legen und die Schnitteile, mitsamt aller Markierungen, mit einem wasserfesten Filzschreiber aufzeichnen. Unbedingt den Fadenlauf des verwendeten Stoffs beachten und die Schnitteile in Pfeilrichtung auflegen. Alle Teile ausschneiden, ohne dabei den Flor des Stoffs zu beschädigen. Alle zusammengehörigen Teile rechts auf rechts legen und vorab stecken oder heften.</p>
<p><strong>Näharbeiten</strong></p>
<p>Kopf: Die Kopfseitenteile zusammennähen und die Kinnaht von e nach d schließen. Das Kopfmittelteil einheften und jeweils von e nach f1 und f2 nähen. Dann den Kopf wenden. Danach je ein Ohrenteil aus Mohair und Pfotenstoff an der Rundung vernähen. Anschließend die Ohren wenden. Danach die geraden Seiten der Öhrchen sorgfältig mit Matratzenstich schließen.</p>
<p>Körper: Die einzelnen Teile des Körpers rundum bis auf die Stopföffnung zusammennähen. Den Körper wenden.</p>
<p>Arme: Die Pfoten der Arme von a nach b und c an die Arminnenteile nähen. Je ein Arminnenteil an das dazugehörige Außenteil nähen. Unbedingt die Stopföffnung offenlassen und die Arme wenden.</p>
<p>Beine: Jeweils ein Bein rundum bis auf die Sohlen- und Stopföffnung zusammennähen. Danach die Sohlen von g bis h einsetzen und die Beine wenden.</p>
<p><strong>Fertigstellung</strong></p>
<p>Kopf: Den Kopf sorgfältig stopfen, besonders in der Nasenpartie. Augen­markierung mit Stecknadeln oder Positionsaugen festlegen. Je ein Auge mittig auf einen langen, reißfesten Faden fädeln. Mit der Augennadel an der Markierung ein- und aus dem noch offenen Hals herausstechen. Ein kleines Abfallstück Mohair doppelt legen und mit der Augennadel hindurchstechen. Dieses Mohairstück in die Halsöffnung schieben. Mit einem der beiden Fäden bis hinter das Auge zurückfädeln und den Faden vorsichtig anziehen. Das Auge zieht sich dadurch in den Kopf ein. Den Faden zurück durch die Halsöffnung und das Mohairstück fädeln. Beide Fäden fest anziehen, sorgfältig verknoten und verstechen. Das zweite Auge ebenso einziehen. Gelenk in die Halsöffnung einsetzen. Mit einem reißfesten Faden rundum die Halsöffnung stechen und zusammenziehen. Fäden verknoten und verstechen. </p>
<p>Gesicht: Ist der Kopf fertig, Nase und Mund sticken. Im Anschluss die Ohren anstecken, bis die richtige Position gefunden ist. Danach mit kleinen Matratzenstichen annähen.</p>
<p>Gliedmaßen: Pfoten und Sohlen mit Granulat füllen und anschließen die Arme und Beine mit Watte stopfen. Gelenk an den Markierungen einsetzen, eventuell noch weiter stopfen. Öffnungen mit Matratzenstich schließen.</p>
<p>Körper: Jetzt die Körperteile zusammenfügen. Die Splinte jeweils durch die Körpermarkierungen stecken, Gelenk- und Unterlegscheiben aufziehen und die Splinte zu festen Schnecken aufziehen. Den Körper zuerst mit Granulat, dann mit Watte locker stopfen. Im Anschluss daran die Rückenöffnung schließen.</p>
<p>Finish: Um dem Bären ein abgeliebtes Aussehen zu geben, kann der Mohair mit Pastellkreide oder Marker bearbeitet werden, zudem wirken Pinselstriche mit Kaffee Wunder. Nun braucht Maya nur noch ein hübsches Kleid.  </p>
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		<title>Der russische Bär - Teddykultur im Riesenreich</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mythos vom russischen Bären hat seine Wurzeln fernab von Kreml und Wolga: in Großbritannien. Im 19. Jahrhundert wurde dies als Sinnbild für die Größe und die geopolitische Relevanz des Zarenreichs verstanden. Heute bekommt der Begriff eine ganz neue Bedeutung. Denn inzwischen macht sich eine...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mythos vom russischen Bären hat seine Wurzeln fernab von Kreml und Wolga: in Großbritannien. Im 19. Jahrhundert wurde dies als Sinnbild für die Größe und die geopolitische Relevanz des Zarenreichs verstanden. Heute bekommt der Begriff eine ganz neue Bedeutung. Denn inzwischen macht sich eine Vielzahl russischer Künstlerinnen auf, die internationale Teddyszene zu erobern.<span id="more-41"></span></p>
<p>Im vorrevolutionären Russland, also vor dem Jahr 1917 und dem Sturz des Zaren, wurden Teddybären nicht handgefertigt, sondern importiert. Vor allem aus Deutschland. Wie überall auf der Welt dienten sie als Spielzeug und treue Begleiter für Kinder, die im bitterarmen, von Hungersnöten gezeichneten Russland einen Seelentröster gut gebrauchen konnten. Eine der berühmtesten „Kundinnen“ westlicher Bärenkunst war Prinzessin Xenia Georgievna, die im Jahr 1908 den Steiff-Teddy Alfonzo geschenkt bekam. Nach dem Tod der Adligen im Jahr 1965 kam der Petz schließlich 1989 bei einer Auktion in London für den damaligen Weltrekord-Preis von 12.100 Pfund unter den Hammer. Sein neuer Besitzer: die englische Teddy-Legende Ian Pout. Übrigens: Pout wird als Jury-Mitglied beim GOLDEN GEORGE-Wettbewerb auf der TEDDYBÖR TOTAL 2012 in Münster vor Ort sein.</p>
<p>Doch zurück zum inzwischen bolschewistischen Russland. In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts kamen dort die ersten Einheimischen auf die Idee, Teddybären „Made in Russia“ auf den Markt zu bringen. Dabei kopierten sie die westlichen Schnitte, verzichteten jedoch aus wirtschaftlichen Gründen auf hochwertige Materialien. Die Bären entstanden aus günstigen Stoffen. Pioniere auf diesem Gebiet waren die Mitarbeiter des von Nikolai Bartram im Jahr 1918 gegründeten Spielzeugmuseums in Sergiev Posad, einer Großstadt 70 Kilometer nordöstlich von Moskau.</p>
<p><strong>Eigenart</strong></p>
<p>Doch es blieb nicht beim bloßen Kopieren. Keimzelle der eigenständigen russischen Teddykunst ist erneut das Spielzeugmuseum Sergiev Posad, an dem Anastasiya Isergina tätig war und eigene Schnittmuster ersann. Zwar kam Mohair aufgrund der hohen Kosten immer noch nicht infrage, stattdessen verwendete man Materialien wie Tuch, Samt und Plüsch. Schon jetzt zeigte sich eine Eigenart russischer Teddybären, die bis heute fortbesteht. Der Kopf ist in der Regel etwas größer, ein wenig länglicher als bei seinen westeuropäischen Artgenossen. Denn das Bärenhaupt wird in Russland für gewöhnlich aus zwei Teilen genäht. In Deutschland beispielsweise werden hingegen im Normalfall drei Stoffteile verwendet: zwei Seiten- sowie das Kopfmittelteil. Die Petze aus Sergiev Posad ließen erstmals einen eigenen russischen Stil erkennen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bären dieser Epoche heute bei Sammlern ausgesprochen beliebt sind.</p>
<p><strong>Melancholie</strong></p>
<p>Das, was in den 1920er-Jahren begann, hat sich bis heute im Wesentlichen erhalten. Teddybären aus ussland unterscheiden sich grundsätzlich in den verwendeten Materialien von ihren Pendants aus Mitteleuropa. Die häufig verwendeten Stoffreste sorgen zudem dafür, dass die Bären ein ganz eigenes, unverwechselbares Stück Geschichte erzählen. Auffällig ist des Weiteren der oft melancholische Gesichtsausdruck, der die zuweilen schwermü­tige russische Seele widerspiegelt.</p>
<p>Sowohl das Kunsthandwerk als auch der Bär als Symbol für Kraft und Stärke haben sich einen festen Platz in der russischen Gesellschaft erarbeitet. Die Bärengestalt ist die zentrale Figur in zahlreichen Sagen und Märchen, viele Städte und Gemeinden führen stolze Petze in ihren Wappen. Das offizielle Maskottchen der Olympischen Spiele 1980 in Moskau war der Bär Mischa und das Logo der Regierungspartei Einiges Russland unter dem Vorsitzenden Wladimir Putin ziert neben der Landesfahne ein mächtiger Braunbär.</p>
<p>In Zeiten des Kalten Kriegs und der systematischen Abschottung gegenüber dem Westen war die russische Teddy-Szene in Deutschland fast unbekannt. Nach Glasnost und Perestroika fanden nicht nur Politiker und Wirtschaftbosse aus West und Ost zueinander – auch der Austausch zwischen den Künstlern begann. Ende der 1990er-Jahre präsentierte Irina Myzina in der von ihr gegründeten Wachtanoff-Galerie in Moskau erstmals ausländische Teddybären. </p>
<p>Einige Jahre später stellten russische Künstler dann auch in größerem Stil ihre Kreationen im europäischen Ausland vor. „Bühne für dieses Debüt war die TEDDYBÄR TOTAL 2002 in Münster. Dieses Event markierte den Beginn einer neuen Künstlerbären-Ära in Russland“, erklärt Natasha Kataeva, Gründerin des ersten russischen Teddybären-Clubs und neben Ian Pout eine der Jurorinnen beim GOLDEN GEORGE-Wettbewerb.  </p>
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		<title>Löwe, Affe &amp; Co. - Auf Safari mit Teddy-Hermann</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 04:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Antik & Auktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sind Nachbildungen exotischer Tiere in Plüsch und Mohair vollkommen normal und sehr häufig zu finden. Anfang des 20. Jahrhunderts hingegen gab es sie so gut wie gar nicht. In den Katalogen von Teddy-Hermann aus dieser Zeit werden lediglich ein Bär auf allen Vieren sowie...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sind Nachbildungen exotischer Tiere in Plüsch und Mohair vollkommen normal und sehr häufig zu finden. Anfang des 20. Jahrhunderts hingegen gab es sie so gut wie gar nicht. In den Katalogen von Teddy-Hermann aus dieser Zeit werden lediglich ein Bär auf allen Vieren sowie ein Papagei auf einer Stange präsentiert.<span id="more-38"></span></p>
<p>Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Traditionsunternehmen aus Hirschaid auch andere Wildtiere in sein Programm auf. Auslöser waren Spielfilme im Kino und das Fernsehen, das Fernweh sowie die Lust an Reisen und Abenteuern weckte. Exotische Plüschtiere aller Art waren gefragt. Löwen und Tigern kam darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu: Mit ihnen schmückte man zu dieser Zeit gerne die Hutablagen von Autos oder die Rückenlehnen von Sofas. </p>
<p><strong>Raubtiere</strong></p>
<p>Im Katalog von 1951 waren drei Arten von Großkatzen vertreten: Löwe, Tiger und Leopard. Bei der Serie 500 handelte es sich um einen liegenden Mähnenlöwen aus Mohairplüsch. Er war mit Wolle gefüllt und mit Druckstimme ausgestattet. Er wurde in vier Größen angeboten. Eine Löwin, ebenfalls aus Mohairplüsch gefertigt, trug die Artikel­nummer 501/85. Es gab sie nur in der Größe 80 x 36 Zentimeter. Bei der Nummer 490 handelte es sich um einen liegenden Tiger, von dem es drei Größenvarianten gab. Zudem fand sich im 1951er-Katalog  noch ein liegender Leopard mit der Seriennummer 495. Dieser war wie der Tiger in drei Größenvarianten zu bekommen. Einen Teil dieser Tiere bot Teddy-Hermann auch noch in den Katalogen an, die Mitte der 1960er-Jahre gedruckt wurden. </p>
<p>Neben den liegenden gab es auch stehende Raubkatzen: Den männlichen Löwen mit Mähne, Seriennummer 444, fertigte das Hirschaider Unternehmen in drei Größen: 444/25, 444/30 und 444/40. Der Tiger (445) war in zwei Größen zu haben: 445/25 und 445/30. Die kleinsten Versionen der beiden Serien 444/25 und 445/25 gab es auch noch um 1970 im Katalog, ebenso die Seriennummer 490: der liegende Tiger, in den Größen 490/22, 490/28 und 490/36. </p>
<p><strong>Rüsseltiere</strong></p>
<p>Auch Elefanten gehörten zum Sortiment von Teddy-Hermann. Im Katalogmaterial der 1960er-Jahre waren verschiedene Versionen zu finden . Es handelte sich um die Tiere mit den Artikelnummern 310 und 311. Artikelserie 310 war aus Mohairplüsch gearbeitet und mit einer roten Filzdecke versehen. Es gab mehrere Größen: zum Beispiel 310/12 in 13 x 10 Zentimeter. Die nächstgrößere Nummer 310/15 wurde auch unter der Bezeichnung 310/15 F als Fahrtier auf Rädern angeboten, wie auch die Artikel 310/18 und 310/22. Der Elefant (Nummer 310/80) war als Reittier ausgelegt. </p>
<p><strong>Primaten</strong></p>
<p>Affen erfreuten sich seit ihrer Markteinführung bei Kindern großer Beliebtheit. Besonders begehrt waren Schimpansen mit ihrem drolligen, beinahe menschlichen Verhalten. Diese wurden in den älteren Teddy-Hermann-Katalogen unter dem Oberbegriff Affe zusammengefasst. Schimpansen gab es in den Größen 210/18, 210/24, 210/30, 210/38, 210/50, 210/58 und 210/65. Diese Vielfalt spricht für sich und so verwundert es nicht, dass diese Affenart auch als Rädertier auf den Markt kam. Im Katalog trug diese Variante die Seriennummer 250/1. Dieses Modell verfügte über einen weißen Haarkranz, der das Gesicht umrahmte. Ende der 1970er-Jahre erweiterten zwei Schimpansen aus Acrylplüsch – die in der gleichnamigen Kategorie geführt wurden – das Sortiment. Sie trugen die Seriennummer 216/50 und 216/75. Die Primaten der Serie 218 und 230 führte Teddy-Hermann weiterhin ohne Unterscheidung unter der Rubrik Affen. Die Version 218 gab es in drei Varianten, die allesamt aus Nerzplüsch gearbeitet waren. Der Schimpanse mit der Nummer 230/20 bestand hingegen aus Lamaplüsch. </p>
<p><strong>Exotenschau</strong></p>
<p>Recherche in alten Katalogen kann interessante Ergebnisse zu Tage fördern. In diesem Fall wird deutlich, dass mit der Verbreitung der Medien Fernsehen und Kino nach dem Zweiten Weltkrieg das Interesse an exotischen Tieren anstieg. Dies wird an der stetigen Erweiterung des Sortiments von Teddy-Hermann deutlich.</p>
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